Sonntag, 3. Mai 2015

Es ist einige Zeit vergangen, wir wollen aber euch nicht vorenthalten wie sie war, die erste Lesung von "Voll doof tot zu sein, wenn alle traurig sind", die Premierenlesung von Whisper von Soul e.V..
13.04.2015, 18 Uhr - Lazarus Hospiz Berlin
Der Abend wurde kurz eingeleitet von einer Pfarrerin. Wir hatten 45 Minuten für die Lesung und 45 Minuten für die Diskussionsrunde. Wir stellten den Verein vor, dann las Dorina Auszüge aus ihrem Kapitel, anschließend las Nadja.
Danach??? - TOTENSTILLE, jeder hatte das Bedürfnis zu schweigen, irgendwann war es sehr schwer, diese Stille auszuhalten, aber sie war sehr wichtig, wir sahen in aufgewühlte, traurige, verweinte, nachdenkliche Gesichter.
Die Diskussionsrunde - wir hatten vorher keine Idee, wie diese werden würde, was passieren wird ...
Die Diskussionsrunde war richtig gut, wir haben die Menschen, wir schätzen, es waren ungefähr 50 Gäste, erreicht, wir kamen ins Gespräch, wir tauschten uns aus.
Es war sehr wichtig diese Lesung zu halten, es kamen viele Zuschauer, die UNSER Buch kannten, um mit uns ins Gespräch zu kommen.
Als wir begannen im Jahre 2012 das Buch "Voll doof tot zu sein, wenn alle traurig sind" zu planen, hatten wir eine Vision. Wenn wir mit diesem Projekt auch nur einen Menschen positiv erreichen können, dann ist es für uns ein Gewinn.
Im Laufe der Diskussionsrunde meldeten sich sofort zwei verwaiste Mütter und bestätigten uns, dass wir ihnen helfen konnten mit dem Buch - ach war das schön ... Genau dafür hat es sich gelohnt!
Im Anschluss an die Lesung kam eine verwaiste Mutter zu uns vor und meinte, sie müsste uns in den Arm nehmen, das war so richtig schön.
Die Gespräche nach der Diskussionsrunde waren auch sehr intensiv. Einige kamen und wollten nur einfach danke sagen. Andere getrauten sich wohl nicht in der großen Runde zu reden, wollten aber unbedingt noch ein paar Worte an uns los werden. Eine Dame sagte zu Dorina unsere Söhne Max und Robin waren heute Abend hier im Saal, sie hat sie ganz deutlich gespürt.
Dorina hatte ihre beste Freundin dabei, eine Freundin, die immer an ihrer Seite ist und alle Höhen und Tiefen mitträgt. Sie sprach darüber, dass wir Verwaisten manchmal wirklich nicht einfach zu nehmen sind und es sehr schwer sein kann uns auszuhalten, also unsere Trauer mit zu tragen. Auch dies ist ein wichtiger Punkt und wird viel zu oft außen vor gelassen.

Es war ein wundervoller und schöner Abend und wir sind sehr dankbar, dass wir ihn mitgestalten durften.


Freitag, 10. April 2015



Mein Herz weiß längst, wo es Dich suchen soll,
es weiß geborgen Dich im lichten Land.

Mein Aug’ nur, unbelehrbar, sehnsuchtsvoll,
sieht immer noch Dein irdisches Gewand,
geliebtes Bild im leer gewordenen Raum.

Doch Nächte kommen, wo Du nah mir bist,
und manchmal hebst Du mich zu Dir im Traum
und sagst mir, dass mein Schmerz der Schleier ist,
der Dich verhüllt.

Und ich gelobe Dir, was mir am anderen Tag
so schwer erscheint:
In Glanz und Glück zu gehen, Du dort, ich hier. 
In Gottes großem Licht sind wir vereint.

© Hella Zahrada

Freitag, 3. April 2015



Auferstehungsgedanken
Dem Unglaublichen
Glauben schenken.
Am Unsichtbaren nicht zweifeln.
Den lautlosen Zeichen unserer Toten vertrauen.
–
Dem ewigen Gesetz
der Liebe folgen,
Um wahre Antworten
zwischen den Welten zu finden,
um der Hoffnung
Flügel zu verleihen.

© Ute Leser

Samstag, 28. März 2015




Einladung zum LAZARUS HOSPIZ – FORUM

Montag, den 13. April 2015 um 18 Uhr im Festsaal

Thema: „Lesung aus dem Buch ‚Voll doof tot zu sein, wenn alle traurig sind’“


Autoren stellen den Verein Whisper von Soul e.V. vor, lesen aus ihren Kapiteln und stehen anschließend zu einer Diskussionsrunde zur Verfügung.

"Niemand mag es sich vorstellen und doch passiert es jeden Tag: Ein Kind stirbt aufgrund einer Krankheit, durch einen Unfall oder es hat sich entschieden, freiwillig aus dieser Welt zu gehen. 

Wie geht man mit solch einem Verlust um? Wie geht das Leben danach weiter? Worin findet man Trost? 

Dieses Buch erzählt die Geschichten verschiedener Menschen, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen müssen.

Und obwohl jeder Einzelne den Verlust des Kindes auf seine Weise verarbeitet, haben alle eines gemeinsam: Es gibt Momente in ihrem Leben, in denen sie Zeichen erhalten, mit denen ihre Kinder ihnen signalisieren: Ich bin dir nahe.

Was für einige Menschen als purer Zufall abgetan wird, sind für die verwaisten Mütter und Väter spürbare Beweise, dass der Tod des eigenen Kindes nicht das Ende seiner Existenz bedeutet.

Schonungslos und mit viel Gefühl geschrieben, gehen die Berichte unter die Haut, sie berühren und lehren eines: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können."


Veranstaltungsort:
Lazarus (Haupteingang), Festsaal,
Bernauer Straße 115-118,
13355 Berlin (Wedding); Tel. 030-46705272

Bahnverbindung: Nordbahnhof : S 1, S 2, S 25
Naturkundemuseum: U 6 (Fußweg ca. 5 min.)
Bernauer Straße: U 8 (Fußweg ca. 7 min.)
Bus: Nordbahnhof: 245 und 247
Straßenbahn: Nordbahnhof: 12, M 10, M 8